Was wird aus unseren Kanzleien?
Ein Strategietag für Kanzleiinhaber und Partner
Donnerstag, 25. Februar 2027 · 9.00 bis ca. 18.00 Uhr
Offsite-Villa · Kahl am Main . Am Ochsensee 4
Maximal 15 Teilnehmer
Early Bird bis 22. Januar 2027: 890 € netto
danach 1.090 € netto
Mittagscatering, Snacks, Getränke und Arbeitsunterlagen sind im Teilnahmebeitrag enthalten.
Unser Beruf verändert sich gerade grundlegend.
Nicht, weil es plötzlich ein paar neue Programme gibt.
Sondern weil sich verändert, wie Mandanten Rechtsberatung wahrnehmen, einkaufen und bewerten.
Mandanten recherchieren selbst. Sie kommen mit eigenen rechtlichen Einschätzungen und KI-Auswertungen. Sie erwarten schnellere Ergebnisse und stellen gleichzeitig den notwendigen Zeitaufwand und die Honorierung anwaltlicher Arbeit infrage.
Tätigkeiten, die früher erhebliche Recherche- und Bearbeitungszeit benötigt haben, können heute technisch wesentlich schneller vorbereitet werden.
Gleichzeitig verschwinden die Verantwortung des Anwalts, seine Haftung, seine Erfahrung und die wirtschaftlichen Kosten einer Kanzlei nicht.
Damit stellt sich eine Frage, die weit über KI hinausgeht:
Wie muss eine Kanzlei heute aufgestellt sein, damit sie auch in fünf oder zehn Jahren wirtschaftlich gesund, fachlich stark und unternehmerisch lebensfähig ist?
Darüber wollen wir einen Tag lang arbeiten. Nicht abstrakt. Sondern an den tatsächlichen Geschäftsmodellen der teilnehmenden Kanzleien.
Kein KI-Seminar.
KANZLEI 2030 ist keine Veranstaltung über Prompting, ChatGPT oder die nächste Legal-Tech-Anwendung.
Natürlich spielt künstliche Intelligenz eine Rolle. Aber sie ist nur ein Teil einer wesentlich größeren Veränderung.
Es geht um Fragen, die Kanzleiinhaber inzwischen unmittelbar betreffen:
- Was geschieht mit dem klassischen Stundenmodell, wenn Arbeitszeit technisch immer stärker komprimiert wird?
- Welche anwaltlichen Leistungen werden austauschbar – und welche gewinnen gerade deshalb an Wert?
- Wie viel kostenlose Beratung findet inzwischen schon in der Mandatsanbahnung statt?
- Warum erwarten Mandanten zunehmend eine fertige Lösung, bevor eine ergebnisoffene Prüfung überhaupt stattgefunden hat?
- Welche Mitarbeiterstruktur kann eine Kanzlei künftig wirtschaftlich noch tragen?
- Wie werden junge Anwälte Erfahrung erwerben, wenn ein großer Teil der bisherigen Grundlagenarbeit automatisiert wird?
- Welche Fixkosten gehören noch zu einer leistungsfähigen Kanzlei – und welche stammen aus einem Geschäftsmodell vergangener Jahrzehnte?
Und vor allem:
Worin besteht der eigene Wettbewerbsvorteil einer Kanzlei, wenn Information und Standardwissen nahezu unbegrenzt verfügbar werden?
Ein Tag am eigenen Kanzleimodell
Der Strategietag ist bewusst auf 15 Teilnehmer begrenzt.
Wir wollen keinen Vortragssaal.
Wir wollen eine Gruppe von Kanzleiinhabern und Partnern, die selbst unternehmerische Verantwortung tragen und bereit sind, das eigene Geschäftsmodell offen zu hinterfragen.
Kurze Impulse eröffnen die einzelnen Themen.
Der größte Teil des Tages gehört der Diskussion, der Arbeit in kleinen Gruppen, konkreten Fällen und der Übertragung auf die eigene Kanzlei.
Dabei geht es nicht darum, eine einzige „Kanzlei der Zukunft“ zu definieren.
Eine hoch spezialisierte Boutique hat andere Voraussetzungen als eine regional aufgestellte Sozietät. Eine Kanzlei mit zehn Mitarbeitern steht vor anderen Fragen als ein Einzelanwalt mit hoher Spezialisierung.
Entscheidend ist deshalb:
Was bedeutet die Veränderung für Ihr eigenes Modell?
Das Programm
09.00 Uhr – Wo stehen wir wirklich?
Nach einem gemeinsamen Einstieg betrachten wir zunächst, was sich im Kanzleialltag bereits verändert hat.
Nicht theoretisch, sondern anhand konkreter Beobachtungen aus Mandatsanbahnung, Beratung, Honorardiskussion und Kanzleiführung.
Wo erleben die Teilnehmer selbst Veränderung?
Was ist lediglich ein vorübergehender Effekt – und wo zeichnet sich ein struktureller Wandel ab?
09.45 Uhr – Was verkaufen Kanzleien künftig noch?
Wir zerlegen anwaltliche Wertschöpfung.
- Was davon ist Information?
- Was ist Recherche?
- Was ist Anwendung bekannten Rechts?
- Was ist Erfahrung?
- Was ist Urteilskraft?
- Was ist strategische Gestaltung?
- Was ist persönliche Verantwortung?
Diese Unterscheidung ist entscheidend, weil nicht alle Bestandteile anwaltlicher Arbeit gleichermaßen von KI und Standardisierung betroffen sind.
Jeder Teilnehmer betrachtet dabei sein eigenes Leistungsportfolio.
10.45 Uhr – Mandant 2.0
Mandanten kommen heute häufig anders in ein Mandat als noch vor wenigen Jahren.
Sie haben recherchiert. Sie haben möglicherweise mehrere Kanzleien kontaktiert. Sie verfügen über KI-generierte Einschätzungen. Und nicht selten haben sie bereits entschieden, welches Ergebnis sie erreichen wollen.
Wir arbeiten mit realen Fallkonstellationen aus der Praxis und diskutieren:
- Wo endet sinnvolle Akquisition?
- Wann beginnt bereits konkrete Beratung?
- Wie viel fachliche Vorleistung sollte eine Kanzlei vor Mandatierung erbringen?
Und wie geht man mit Mandanten um, die nicht ergebnisoffene Beratung suchen, sondern die Bestätigung einer bereits getroffenen Entscheidung?
11.45 Uhr – Pricing, wenn Zeit nicht mehr automatisch Wert bedeutet
Das klassische Stundenmodell gerät dort unter Druck, wo Technologie erhebliche Bearbeitungszeit spart.
Aber auch Pauschalen lösen das Problem nicht automatisch.
- Wer trägt das Risiko, wenn der tatsächliche Aufwand vorher nicht absehbar ist?
- Wann ist ein Budget sinnvoll?
- Wann eine Pauschale?
- Wann bleibt die Zeitvergütung die vernünftigste Lösung?
- Und wie verhindert eine Kanzlei, dass der gesamte Produktivitätsgewinn durch Technologie beim Mandanten landet?
Wir vergleichen unterschiedliche Preislogiken an konkreten Fällen und betrachten ihre wirtschaftlichen Folgen für Kanzlei und Mandant.
13.00 Uhr – Gemeinsames Mittagessen
Zeit für Gespräche außerhalb des Programms.
14.00 Uhr – Wie viel Kanzlei braucht eine Kanzlei künftig?
Viele traditionelle Kanzleistrukturen sind personalintensiv entstanden.
Sekretariate, Assistenz, Associates, Recherche, Dokumentenproduktion und administrative Prozesse bildeten jahrzehntelang eine wirtschaftliche Einheit.
Technologie verändert diesen Personalhebel.
- Was bedeutet das für Mitarbeiter?
- Was bedeutet es für Nachwuchsanwälte?
- Welche Tätigkeiten werden verschwinden oder erheblich zurückgehen?
- Welche neuen Fähigkeiten werden wichtiger?
Und wie kann eine Kanzlei Erfahrung aufbauen, wenn junge Kollegen bestimmte Arbeiten kaum noch selbst durchführen?
Wir betrachten Personal, Organisation, Büro und Fixkosten als Teile eines einzigen Geschäftsmodells.
15.15 Uhr – Wenn der Mandant selbst KI benutzt
KI findet nicht mehr nur innerhalb der Kanzlei statt.
Mandanten lassen anwaltliche Stellungnahmen zusammenfassen, Verträge bewerten und Empfehlungen von externen Systemen interpretieren.
Dadurch entsteht eine neue Ebene zwischen Beratung und Entscheidung.
- Was geschieht, wenn wesentliche Einschränkungen bei einer Zusammenfassung verloren gehen?
- Wie verändert sich die Verantwortungsverteilung?
- Was bedeutet das für Vertraulichkeit und den Umgang mit sensiblen Unterlagen?
Und wie verhindert man, dass vermeintliche Zeitersparnis auf Mandantenseite anschließend zusätzliche Erklärungs- und Korrekturschleifen in der Kanzlei erzeugt?
16.15 Uhr – Wie lebensfähig ist mein Kanzleimodell?
Jetzt richtet sich der Blick vollständig auf die eigene Kanzlei.
Wir arbeiten mit einem strukturierten Lebensfähigkeitsprofil.
Dabei betrachten wir unter anderem Ertragslogik, Mandantenstruktur, Austauschbarkeit von Leistungen, Abhängigkeiten, Personalmodell, technologische Leistungsfähigkeit, Positionierung und Anpassungsfähigkeit.
Die entscheidende Frage lautet nicht:
„Ist meine Kanzlei heute erfolgreich?“
Sondern:
„Ist das Modell, mit dem sie heute erfolgreich ist, auch unter den Bedingungen der nächsten Jahre noch tragfähig?“
17.15 Uhr – Was ändere ich konkret?
Strategie ist wertlos, wenn sie am nächsten Morgen vom Tagesgeschäft verdrängt wird.
Deshalb endet der Tag mit einer persönlichen 90-Tage-Agenda.
Welche drei Entscheidungen müssen getroffen werden?
- Was sollte beendet werden?
- Was sollte aufgebaut werden?
- Was muss getestet werden?
Und was sollte bewusst unverändert bleiben?
Jeder Teilnehmer nimmt konkrete nächste Schritte für die eigene Kanzlei mit.
Gegen 18.00 Uhr endet der Strategietag.
Warum Christoph Schließmann?
Ich beschäftige mich mit dieser Frage nicht aus der Perspektive eines Seminarveranstalters.
Ich bin seit 37 Jahren Rechtsanwalt und Kanzleiunternehmer.
Meine eigene Kanzlei hat sehr unterschiedliche Entwicklungsphasen erlebt. In den 1990er Jahren arbeiteten zeitweise bis zu 18 Mitarbeiter bei uns. Heute ist CPS Schließmann eine hoch spezialisierte Boutique mit kleinem Kernteam, internationalem Netzwerk und technologiegestützten Analyse- und Beratungsprozessen.
Ich kenne deshalb beide Welten aus eigener unternehmerischer Verantwortung.
Gleichzeitig beschäftige ich mich seit Jahrzehnten mit Strategie, Geschäftsmodellen und der Frage, wodurch Unternehmen unter veränderten Bedingungen dauerhaft leistungs- und lebensfähig bleiben.
Ich habe über viele Jahre in Executive-Programmen in St. Gallen gelehrt, lehre seit 1997 an der Universität Salzburg Strategische Unternehmensführung, Entrepreneurship und Geschäftsmodellentwicklung und bin seit vielen Jahren auch am MCI Innsbruck tätig.
In meiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftige ich mich mit Unternehmensstrategie, Geschäftsmodellen, Systemsteuerung und Corporate Viability – also genau mit der Frage, wie Organisationen ihre Lebensfähigkeit in einem sich verändernden Umfeld sichern.
Bei KANZLEI 2030 kommen diese beiden Perspektiven zusammen:
37 Jahre praktische Erfahrung als Rechtsanwalt und Kanzleiunternehmer – und jahrzehntelange Arbeit mit Strategie und Unternehmensentwicklung.
Daraus ist dieser Strategietag entstanden.
Nicht, weil ich glaube, die eine richtige Antwort für alle Kanzleien zu kennen.
Sondern weil ich überzeugt bin, dass Kanzleiinhaber sich jetzt die richtigen Fragen stellen müssen.
Prof. Dr. Christoph Ph. Schließmann
www.cps-schliessmann.de
Die Offsite-Villa
Raum für neue Perspektiven.
Die www.offsite-villa.de in Kahl am Main ist bewusst kein Tagungshotel.
Sie wurde für Situationen geschaffen, in denen Menschen Abstand vom täglichen Betrieb brauchen, um über wichtige Fragen konzentriert nachdenken zu können.
Für KANZLEI 2030 steht die Villa ausschließlich der Gruppe zur Verfügung.
Unterschiedliche Räume ermöglichen gemeinsames Arbeiten, kleinere Gruppen und Gespräche außerhalb des offiziellen Programms.
Keine parallele Tagung. Keine fremden Gruppen. Keine Hotelatmosphäre.
Ein Tag mit Ruhe, Konzentration und genügend Raum für Gespräche, die in einem gewöhnlichen Seminarraum häufig nicht entstehen.
Für wen ist KANZLEI 2030 gedacht?
Der Strategietag richtet sich an Kanzleiinhaber, Partner und Rechtsanwälte mit unternehmerischer Verantwortung, die nicht nur über einzelne technische Veränderungen sprechen möchten, sondern über die wirtschaftliche Zukunft ihrer Kanzlei.
Besonders sinnvoll ist die Teilnahme für Kolleginnen und Kollegen, die sich mit Fragen beschäftigen wie:
- Wie sollte sich unsere Kanzlei in den nächsten Jahren positionieren?
- Welche Leistungen wollen wir künftig überhaupt noch anbieten?
- Wie verändern sich Personalbedarf und Organisation?
- Wie können wir hochwertige Beratung wirtschaftlich sinnvoll bepreisen?
- Welche Rolle soll KI in unserer Kanzlei spielen?
- Welche Mandanten passen künftig zu unserem Modell?
- Wie abhängig sind wir von einzelnen Personen, Mandanten oder Leistungsbereichen?
- Ist unser heutiges Geschäftsmodell langfristig wirklich tragfähig?
Es geht nicht darum, möglichst viele Teilnehmer zusammenzubringen.
Es geht darum, die richtigen Menschen an einen Tisch zu bringen.
Deshalb bleibt die Gruppe auf 15 Teilnehmer begrenzt.
Termin und Teilnahme
Donnerstag, 25. Februar 2027
9.00 bis ca. 18.00 Uhr
Denkvilla / Offsite-Villa
Kahl am Main
Maximal 15 Teilnehmer
Teilnahmebeitrag
890 € netto Early Bird
bei Anmeldung bis einschließlich 15. Januar 2027
danach
1.090 € netto
Im Teilnahmebeitrag enthalten sind der vollständige Strategietag, sämtliche Arbeitsunterlagen, Mittagscatering, Snacks sowie Kaffee, Wasser und weitere Getränke.
Veranstalter ist die Denkvilla GbR.
Teilnahme anfragen
KANZLEI 2030 ist bewusst klein gehalten.
Wenn Sie teilnehmen möchten, senden Sie bitte eine kurze E-Mail mit Ihrem Namen, Ihrer Kanzlei und Ihrer Funktion an:
denkvilla@posteo.de
Betreff: KANZLEI 2030 – Teilnahme 25. Februar 2027
Sie erhalten anschließend persönlich eine Teilnahmebestätigung mit den weiteren Informationen und der Rechnung der Denkvilla GbR.
KANZLEI 2030
Ein Tag Abstand vom Tagesgeschäft.
Ein Tag für die Frage, wie die eigene Kanzlei künftig aussehen soll.
